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Presse

Mitteldeutsche Zeitung Sonnabend 31.05.2008

Mit Vogelstimmen und Nomadenzelt
Künstlerinnen im Uba zur Ressource Baum
Von unserer Redakteurin Carla Hanus

Dessau-Roßlau/MZ.
Stimmen, konkret Keuner-Texte von Bertold Brecht in verschiedenen Sprachen,
sind am Fahrradstand am Wörlitzer Bahnhof zu hören. Im Foyer des Umweltbundesamtes steht ein
Nomadenzelt, exotisches Vogelgezwitscher erklingt dazu. Dies sind nur zwei der Elemente, die zu der
neuen Ausstellung „Uno Due Tree“ im Umweltbundesamt gehören.
Neun Künstlerinnen positionieren sich hier mit ihren künstlerischen Arbeiten zur Ressource Baum.
Die Künstlerinnen setzen sich dabei mit zeitloser Natur und zeitgenössischer
Architektur auseinander, sie entwickeln einen Dialog zwischen Parklandschaft, Wurzelwerk
und Baumzeichen und dem Gebäude des Umweltbundesamtes.
Diese individuelle Auseinandersetzung erfolgt „außerordentlich sensibel“, anerkannte Thomas
Holzmann, der Vizepräsident des Umweltbundes zur Eröffnung der Ausstellung am Donnerstag.
Holzmann stellte diese sehr verschiedenen künstlerischen Arbeiten in den Kontext zur Bonner Konferenz zur Artenvielfalt. Er machte zudem darauf aufmerksam, dass in Deutschland jeden Tag eine Fläche in der Größe von 600 Fußballfeldern der Natur entzogen werde.
2020 soll es „nur noch“ ein Viertel davon täglich sein.

Thomas Holzmann, Vizepräsident des Umweltbundesamtes, eröffnete die neue Ausstellung in der Reihe Kunst
und Umwelt. „Uno Due Tree“ ist bis zum 11. Juli zu sehen.

MZ-Foto: Lutz Sebastian

Link zu der Ausstellung: uno due tree

Der Ausstellungs-Katalog kann fuer 25 € zzgl. Porto bei folgender Adresse bezogen werden:

postalisch:

Brigitte Neufeldt

Lindenstrasse 1

75378 Monakam

telefonisch:+49 -(0)7052-5501

e-mail: brigitte_neufeldt@web.de

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Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Abteilung Öffentlichkeitsarbeit, Juni 2004

»Junge Nachwuchsfilmer auf Spurensuche in Israel

Erfolgreiche Zusammenarbeit des Instituts für Medien- und Kommunikationswissenschaft mit dem MDR«

http://www.verwaltung.uni-halle.de/DEZERN1/PRESSE/
aktuellemeldungen/israel.htm

Kreisnachrichten, September 2002

Brigitte Neufeldt bereitet den Weg zur Kommunikationskunst
Monakamer Künstlerin bedient sich vielseitiger Techniken / Mit 49 Jahren noch einmal neu angefangen / Atelier am Wochenende geöffnet

Von Chris Heinemann
Bad Liebenzell - Monakam

Wer Brigitte Neufeldt in ihrem Atelier besucht, betritt eine Baustelle. Seitdem die Künstlerin mit ihrem Mann vor ein paar Jahren im idyllischen Monakam ein Fachwerkhaus erworben hat, laufen die Umbauarbeiten. Parallel widmet sich die gebürtige Wilhelmshavenerin seit fünf Jahren dem Umbau ihres eigenen Lebens.

Mit 49 Jahren, nachdem ihre beiden Töchter aus dem Haus waren, entschloss sie sich, noch einmal ganz neu anzufangen. An der Hochschule für bildende Kunst in Saarbrücken studierte die gelernte Altenpflegerin Freie Kunst. "Es hat mich da hingezogen", sagt sie schlicht. Während des Studiums begann ihre "Arbeit in Spuren und Erinnerungsräumen". Sie machte es sich zur Aufgabe, eigene Werke und ihr Arbeitsumfeld in der Völklinger Hütte zu dokumentieren.

In dem von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärten ehemaligen Stahlwerk entstanden mehrere hundert Fotografien, die sie zu einer digitalen Tonbildshow verarbeitete. Die Bildfolge konnte sie im September vergangenen Jahres im Artsonje Museum im südkoreanischen Kyongju zeigen. Im selben Jahr absolvierte sie ihr Diplom.

Künstlerisch baut Brigitte Neufeldt an äußerst verschiedenartigen Projekten. In ihrem Atelier fallen lange, mit Acrylfarben bemalte Bahnen eines Kunststoffbodenbelages ins Auge. "Die sind zum Betreten", fordert sie auf und fügt hinzu: "Malerei muss roh sein, ich hasse brave Materialien wie Leinwand, da ist alles so eingesperrt."

Nichtsdestotrotz malt sie auch auf Leinwand: "Farbfelder und Monochrome" heißt beispielsweise eine Serie kleinformatiger Bilder neueren Datums. Neben einem ausrangierten Bettlaken dienen Baumaterialien wie Betonschalbretter und Gipsplatten als Malunterlage. Brigitte Neufeldts Liebe gilt den Farben Rot ("entspricht meinem Temperament") und Schwarz, das sie "einfach königlich" findet.

Zuweilen gibt es auch Geräusche wie auf einer Baustelle. Und manchmal kommen sie nicht von den Umbauarbeiten im Haus, sondern aus dem Computer. Schleifgeräusche etwa, die die Künstlerin in einer Metallwerkstatt aufgenommen hat. Oder das Plätschern, Gurgeln und Tröpfeln vom Dorfbrunnen, mit dem sie zu beweglichen Bildern experimentiert. Im Augenblick sei sie dabei, "etwas mit Wasser" zu entwickeln, verrät sie, vielleicht eine "Boot Performance".

Der mit zwei Bildschirmen eindrucksvoll aufgerüstete Computerarbeitsplatz unterstreicht die Bedeutung des elektronischen Mediums für die Künstlerin. Kürzlich habe sie für einen von einer Chemie Zeitschrift ausgeschriebenen Wettbewerb eigene Zeichnungen eingescannt und am Rechner verarbeitet, erzählt sie. Ihre Arbeitsweise beschreibt sie als "Mehrfachweg", auf dem sie auch vor Ausflügen auf scheinbar fremdes Terrain, etwa journalistische Interviews, nicht zurückschreckt.

"Interdisziplinär zu arbeiten", interessiere sie sehr, gesteht die 54 Jährige. Es passt zu ihrer Selbsteinschätzung als "eher kommunikativer Mensch", dass es ihr leicht fällt, immer dann Hilfe aufzutreiben, wenn sie selbst mit Videokamera oder Computer, mit Pinsel oder Stift nicht weiter kommt.

"Kommunikationskunst", das sei es eigentlich, wo sie hin wolle, stellt sie klar. Und wenn es Widerstände gibt, kann sie auch kämpfen. Zum Beispiel für ihre Idee einer Mail Art Kampagne zum Thema "Weltaktion 1000 Bäume", die nächstes Jahr vom 20. Juni bis 12. Juli im Pforzheimer Rathaus Pavillon stattfinden soll. Auch in Zukunft wird Brigitte Neufeldt wohl verschiedene Baustellen nebeneinander betreiben.

Das Atelier der Künstlerin Brigitte Neufeldt in Monakam, in der Lindenstraße 1, ist geöffnet an diesem Wochenende, 12. und 13. Oktober, sowie am kommenden, 19. und 20. Oktober, jeweils von 14 bis 18 Uhr.